Kein Fisch

Bei diesen fotografischen Arbeiten kommt das technische Medium „Fotografie“ nicht als möglichst genaues und präzises Aufzeichnungsmittel zum situativen Festhalten ausgewählter Geschehnisse zum Einsatz.

Im Gegenteil: Durch das Experimentieren mit typischen fotografischen Variablen, wie Belichtungszeit, Blende, (manueller) Fokus und Schärfentiefe, Stillstand und Bewegung, Ausschnitt und Farbigkeit sowie unter Einbeziehung der natürlichen und vorhandenen Lichtverhältnisse entstehen Fotografien, die mit den Sehgewohnheiten des Betrachters spielen, ja sogar konkurrieren.

Und so transformieren diese Fotografien die visuelle Wirklichkeit von schlichten Ästen, Blättern, Blüten und Pilzen in eine irrationale, geradezu unwirkliche Realität.

Die Fotografie-Serie orientiert sich dabei nicht an traditionellen Sehgewohnheiten und will kein Erkennen und keine Vertrautheit hervorrufen. Die Aufnahmen laden die Betrachter ein eigene Fantasien und Assoziationen in die Betrachtung zu integrieren.

Wenn es um Natur geht, greifen wir auf innere und äußere Bilder zurück, was genau ist also Natur?